Wenn ich an mein persönliches Reisehighlight zurück denke, fällt mir zuallererst unser Flug von New York nach San Francisco ein. Wenn ich damals geahnt hätte, was da auf mich zukommt... die anderen mich mindestens betäuben und fesseln müssen um mich in den Flieger zu bekommen! Ungefähr so, wie es das A-Team immer mit B.A. Baracus gemacht hat.
Wie dem auch sei: Gut ausgerüstet mit jeder Menge Reisetabletten im Gepäck machten wir uns per Taxi auf den Weg zum Flughafen. Schon während der Taxifahrt – kein New Yorker würde in unseren Landen jemals einen Führerschein bekommen, soviel ist sicher – ging es mir nicht ganz so gut. Auch das eklig fettige McDonald's-Frühstück änderte daran nichts! So kam es, wie es kommen musste: Ich verbrachte den gesamten Flug damit, in regelmäßigen Abständen sämtliche erreichbaren Kotztüten zu füllen. Während meine Mitreisenden aufgrund des schlechten Services den gesamten Flug über hungern mussten, war mir eines 100%ig sicher: ICH WERDE NIE WIEDER IRGENDWAS ESSBARES ZU MIR NEHMEN KÖNNEN!
Als ich dann endlich wieder Land unter den Füßen hatte (auf der Gangway hatte ich inzwischen noch das 5. Tütchen gefüllt) und endlich im Shuttle-Taxi saß, musste ich feststellen, dass ich der Hölle noch nicht gänzlich entkommen war. In ganz San Francisco gibt es nicht eine einzige gerade Straße. Es ging immer nur hoch und runter! Der Weg zum Hotel glich sachte formuliert einer Achterbahnfahrt. Am Hotel angekommen, füllte ich dann noch Tütchen Nr. 6 und während wir auf unser Zimmer warten mussten, war ich mir wieder über etwas 100%ig sicher: ICH STERBE HIER... UND JETZT!!! MEINEN GEBURTSTAG WERDE ICH NICHT MEHR ERLEBEN!!!
Zwei Stunden später sah die Sache dann aber glücklicherweise schon wieder ganz anders aus und wir machten uns auf den Weg in den Golden Gate Park. Zwar war ich immer noch etwas weiß um die Nase, aber wir hatten ja schließlich einen Urlaubsplan und der MUSSTE eingehalten werden :-)
Was mir ansonsten von unserer Tour nachhaltig und als ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist, sind die Fahrten mit dem Mietwagen durch Kalifornien, Arizona und Nevada. Erst wenn man in den USA mit dem Auto unterwegs ist, erlebt man das wirkliche America-Feeling; den American Way of Life. Unsere Route führte uns an der Küste entlang über den Highway #1. Dieser zählt zu recht zu den ABSOLUTEN Traumstraßen der Welt. Wir haben schon für die ersten Kilometer mehrere Stunden gebraucht, weil wir mit dem Fotografieren und Filmen einfach nicht mehr aufhören konnten. Ich kann nur jedem USA-Reisenden empfehlen, diese Strecke zu fahren. Der Ausblick ist einfach phantastisch und hinter jeder Kurve ist ein neues Highlight verborgen. Wir hatten sogar das Glück auf unserer Fahrt frei lebende Seelöwen sehen zu können.
Fazit:
Schon allein die Fahrt auf dem Highway #1 ist eine Reise in die USA wert und ich würde dafür jederzeit wieder sämtliche Flug-Strapazen auf mich nehmen. Sterben hin oder her!
© 2006-2011, Daniel Kuijer, www.daniel-kuijer.eu
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