
An dieser Stelle soll aufgedeckt werden, was notwendig ist, um ein Mammutprojekt – und das ist die eigenständige Planung von drei Wochen USA-Urlaub – zu wuppen.
Wir spielen daher ein kleines Frage-Antwort-Spiel mit der Chefplanerin vom Dienst: Mirja Gefers wird Rede und Antwort stehen.
Und nebenbeigesagt: Wenn Sie selber einen USA-Urlaub planen wollen, nicht weiter kommen oder einfach ein paar Tipps brauchen, dann scheuen Sie sich bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns darüber!
1. Wie kommt man überhaupt auf die Idee, drei Wochen USA-Urlaub zu machen und diese auch noch in Eigenregie zu planen?
Also, der Dan hat ja eh das USA-Gen mit der Muttermilch bekommen und auch ich wollte schon immer gerne hin. Beiläufig erzählten wir dem Hamster von unserer Idee und auch er war gleich mächtig angetan (ist ja auch nicht soooo schwer, den Hamster zu begeistern, aber diesmal gleichte sein Zustand schon einer Extase)! Wie es sich für einen anständigen BWLer gehört, fragte Hamster natürlich auch gleich nach den Kosten... daraufhin habe ich mir dann erst einmal sämtliche Reisekataloge besorgt um einen Überblick zu bekommen. Nachdem wir voller Freuden festgestellt hatten, dass sich unser Trip durchaus finanzieren lässt, brauchten wir aber immer noch eine vierte Person. Diese Suche stelte sich als sehr schwierig heraus, da der Hamster sich strikt weigerte, seine Freundin mit in den Urlaub zu nehmen (sollte ja schließlich Erholung für ihn werden ;-) Letztendlich "opferte" dann Suse drei Wochen ihres Lebens für uns!
Als ich mit dem ansehen der ersten Katalogen begonnen hatte und auch anfing das Internet zu durchsuchen, geriet ich immer mehr in einen Planungswahn... und plante und plante und plante... Regelmäßig ließ ich meinen Mitstreitern jede Menge Infos zukommen, was man alles unternehmen und wo man überall hin könnte. Da wir von allem derart begeistert waren und auch auf nichts verzichten wollten, war das größte Problem also, alles in drei Wochen unterzubringen. Spätestens da wusste ich: DAS musst du selbst in die Hand nehmen! Da ahnte ich aber auch schon: DER Urlaub wird keine Erholung... Aber wir waren ja auch nicht zum Spaß unterwegs :))
2. Wie habt ihr euch der Thematik angenähert, wie seit ihr vorgegangen?
Wie schon erzählt: Wir wollten alles!!! Wir haben alle Möglichkeiten uns zu informieren genutzt (Internet, Kataloge, Reiseführer, *Nadja*, Bücher etc.) um wirklich gut vorbereitet zu sein. Unsere Prämisse war: Wenn wir unseren eigenen Zeitplan schaffen wollen, wird dort nicht viel Spielraum für Unerwartetes sein (wie z. B. stundenlang einen Mietwagen zu suchen... and yeah, that's on you Hamster!).
Wir verbrachten also den ein oder anderen Abend mit USA-Straßenkarten um die Strecken so zu planen, dass sie für uns auch wirklich schaffbar waren. Auch die Orte bzw. Hotels haben wir bereits im Vorfeld sorgfältig ausgesucht und gebucht, damit wir vor Ort mehr Zeit für unsere Unternehmungen hatten. So konnten wir unseren Trip bestmöglich genießen. Letztendlich kann man sagen, das wichtigste für uns war, dass wir alles bereits im Voraus durchgeplant hatten. ALLES!
3. Wann habt ihr mit der Planung begonnen und wie lange hat die Planung insgesamt gedauert?
Im April / Mai 2005 haben wir mit einer groben Planung der Reise begonnen. Da wir wußten, dass die Reise aus Kostengründen nur mit vier Personen zu realisieren sein würde, standen wir vor einem großen Problem: Eine "Bettgenossin" für unseren Hamster zu finden.
Nachdem sich Suse, mutig wie sie ist, entschieden hatte, das Bett mit Hamster zu teilen und es auch gleich noch mit einem Dan aufzunehmen – einen Menschen, den sie vorher noch nie gesehen hatte – konnten wir im Januar 2006 endlich unsere Flüge buchen. In den nächsten Wochen brauchten wir dann nur noch Mietwagen, Hotels usw. Buchen, sogar die Tickets für unsere Besichtigungen haben wir im Vorfeld gebucht. Jetzt merkte man zum ersten Mal, dass es irgendwo doch ein teurer Spaß werden würde. Ich kriegte fast bei jedem Anruf von Schatzmeister Hamster die Krise. Er wollte Geld, immer mehr Geld.
4. War es kompliziert die ganzen Hotels, Unternehmungen und Mietwagen von Deutschland aus zu buchen?
Es lebe das Internet!!! Wenn man im Besitz einer Kreditkarte ist, hat man schon gewonnen. Man zahlt einfach mit seinem guten Namen... In den meisten Fällen kann man sogar die Tickets buchen und bereits Zuhause ausdrucken. Einfacher und besser geht's eigentlich nicht. So erspart man sich zudem das Schlange stehen, sprich: Mehr Zeit zum genießen!
5. Gab es jemals einen Moment, wo ihr gedacht habt: Wir blasen alles ab, wir packen das einfach alles nicht?
Der Abend davor! Nachdem alles gepackt war, ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass wir das jetzt wirklich durchziehen. In der Theorie sah das alles ganz einfach aus, Live dabei und mittendrin ist das aber schon was anderes! Und dann noch der Flug! Eine Woche vor unserem Abflug mussten natürlich noch Terroristen in London rumterrorisieren und uns (jedenfalls die Mädels) in Angst und Schrecken versetzen. Auf Grund dessen wurden dann wieder neue, noch extremere Hardcore-Sicherheitsvorkehrungen erlassen... Nein!!! Was soll das??? Muss das sein??? Nein!!!
Während Suse und ich also langsam Urlaubspanik bekamen, wollten Dan und Hamster einfach endlich los. Gott sei Dank haben auch wir beiden uns letzten Endes zusammengerissen!
6. Gibt es etwas, was ihr allen die ein ähnlichen Vorhaben planen, mit auf den Weg geben wollt?
Betreibt Extreme-Hardcore-Planning!!!
Wer auf seiner Reise möglichst viel sehen will, sollte vorher gut informiert sein. Die USA ist wirklich very, very groß und die Eindrücke die man in so kurzer Zeit aufnimmt sind noch much größer.
Es kann deshalb schnell passieren, dass man den Überblick verliert und man sich in irgendwas verrennt. Wenn wir keinen Plan gehabt hätten, würde Hamster jetzt noch durch New York streifen und jeden, aber auch wirklich JEDEN Wolkenkratzer fotografieren. Der hat da nämlich auch so ein leichtes Wahnpotenzial ;-)
© 2006-2011, Daniel Kuijer, www.daniel-kuijer.eu
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